12 von 12 – mein 12. September 2026: Es geht doch nichts über eine ordentliche Portion Abwechslung.
Wie konnte ich nur so lange diesem tollen Blogformat fernbleiben? Dabei ist es so easy und auch so entspannend, einen ganzen Tag achtsam zu sein und zwölf Momente einzufangen. Und mein 12. September 2026 hatte es ordentlich in sich. Zuerst war ich mega produktiv, dann mutig und zuletzt gesellig. Viel Spass beim Eintauchen und Mitfiebern.

Was für eine Aussicht! Jeden Morgen aufs Neue bin ich einfach überwältigt von diesem Anblick. Ich seh die Berge zwar nicht immer, doch die Weite, die mir von meinem Balkon aus zulacht, lässt mich jedes Mal demütig und dankbar werden für diesen Ort, den ich Zuhause nennen darf.

Obwohl wir bereits Mitte September haben, ist es für diese Uhrzeit – gerade mal halb 9 – angenehm warm. Ich sitze mit meinem inzwischen dritten Kaffee und meinem Laptop draussen. Claude unterstützt mich bei zwei wichtigen Aufgaben: einem Blog-Audit und der Erstellung einer Umfrage.
Beim Blog-Audit geht es unter anderem darum, alle meine Blogartikel daraufhin zu prüfen, ob jeder Link funktioniert und die enthaltenen Bilder Alt-Texte haben. Bei über 170 Beiträgen würde diese Prüfung Tage dauern, doch Claude hat mir innerhalb von 20 Minuten eine Liste angefertigt, auf der für mich klar ersichtlich ist, wo Bedarf ist. Puh … scheint sich in Grenzen zu halten.
Bei meiner Umfrage geht es darum, herauszufinden, ob die Menschen, die ihr Human Design kennen, auch danach leben und welchen Unterschied das macht, wenn es denn einen Unterschied macht. Auch hier hätte ich ohne Claude viel länger gebraucht. Ich würde mich ja als technisch versiert betrachten, doch Claude ist noch einen Zacken versierter (und schneller) als ich. Wenn du dich angesprochen fühlst, freu ich mich sehr, wenn du an meiner Umfrage teilnimmst 👉🏻 Hier klicken 👈🏻 und mir verrätst, wie es bei dir in puncto Wissen vs. Anwendung von Human Design steht.

Siehst du das Lichtspiel der Sterne auf dem Holz? Die meisten der kleinen goldenen Sterne sind auf der Tasse leider schon durch die viele Nutzung verblichen. Die paar wenigen strahlen hier mit der Sonne um die Wette.

Aufregend. Wir fahren in einen Seilpark. Das ist unser Date des Monats. In der Altjahrswoche, also zwischen Weihnachten und Neujahr, schreiben wir auf zwölf Zettel die Monate Januar bis Dezember drauf, drehen die Zettel um, mischen und verteilen sie unter uns. Dann denkt sich jeder für diese gezogenen sechs Monate jeweils eine gemeinsame Aktivität aus. Wir waren schon Töpfern, im Openair-Kino, in den verschiedensten Museen oder Bouldern. Im September ist es Klettern in einem Seilpark. Eigentlich haben wir beide tierisch Höhenangst. Bin gespannt, wie es läuft.

Zur Stärkung (und um das Unvermeidliche hinauszuzögern) gibt es noch ein zweites Frühstück im Tchibo in Bern. Bis jetzt hatte ich noch nie ein aufgewärmtes Franzbrötchen. Sehr lecker.

Ich hab mich tatsächlich getraut. Hier balanciere ich gerade in locker sechs Meter Höhe über einen extrem wackeligen Parcours. Da ich mich so sehr auf die Tritte konzentrieren musste, hatte ich gar keine Zeit, noch weiter runterzuschauen und damit der Höhenangst Platz zu machen. Es war fast berauschend. Ohne die vielen Sicherungen hätte ich mich das aber nie und nimmer getraut.

Nach dieser Aufregung gab es zur Nervenstärkung eine extrem leckere Pinsa mit Avocado, Feige und Pistazie. Naja, und ein Glas Prosecco. Der Tag war noch jung und die Aufregung vom Seilpark produzierte immer noch genügend Endorphine, um den Samstagnachmittag in einer vollen Stadt geniessen zu wollen.

Wenn wir schon in Bern sind, dann können wir auch gleich noch ein bisschen bummeln gehen. «Go gängäle» auf Berndeutsch oder «stuchzen» auf Sächsisch. Ich würde gerne Open-Ear-Kopfhörer ausprobieren – also so Dinger, die man ans Ohr dranklippen kann. Pustekuchen. Hab mir die Hacken wund gelaufen, aber in keinem der Geschäfte mit Elektronikkram gab es die Dinger zum Testen. Überall nur die ganz normalen In-Ear- oder Over-Ear-Kopfhörer. Muss ich mir wohl auf gut Glück welche bestellen und hoffen, dass sie an meinen kleinen Ohren halten.

Reste-Essen daheim. Gestern hatten wir uns Thai bestellt und ich schaff selten die riesige Portion auf einmal. Nach der Latscherei in Bern war ich froh, dass ich mir daheim einfach schnell meine Gemüse-Nudeln aufwärmen konnte.

Darf ich vorstellen: Mieze. Also unser Nachbar nennt sie so. Wir nennen sie Ginga (Dschinscha), weil «Mieze» doch kein richtiger Name ist. Bei uns bekommt sie zwar kein Futter, aber dafür jede Menge Streicheleinheiten.

Eigentlich würde ich den Abend am liebsten auf dem Balkon und später auf dem Sofa ausklingen lassen. Doch wir wollen noch zu einem Auftritt von einem Freund. An der Bushaltestelle fällt mir zum ersten Mal auf, dass auf dem Stein Jahreszahlen eingemeisselt sind. Was sie zu bedeuten haben, hab ich aber noch nicht rausgefunden.

Red Tom's TNT live im Ditsch-Treff in Biel. Zwei erste Male für mich: die Band und die Location. Rockabilly in einem Quartiertreff, von dem ich immer dachte, dass es sich hier wegen des Namens um eine Sprachschule oder Ähnliches handelt. Ditsch wie Dütsch wie Deutsch. Wieder was dazugelernt.
Da der Tag aber am Ende doch recht lang war, haben wir uns kurz nach 22 Uhr französisch verabschiedet, sodass ich doch noch meine Beine kurz auf der Couch lang machen konnte.
Bis zum nächsten #12von12. Ich mag dieses Format sehr. Es ist eine alte Blogging-Tradition. In der deutschsprachigen Blogging-Community ist Caroline Götze über ihren Blog Draussen nur Kännchen die Hosterin.

















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